7/11 Drone

Projection Mapping

Fertig gestellt: August 2022

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Projection Mapping ist für viele ein neuer Begriff, obwohl man diesem Projektionsstil recht häufig und länger als man denkt begegnet. Mit dem Aufkommen von Projektoren wurde mit dem Projizieren auf nicht glatte Flächen gespielt und das Bild auf die Oberfläche angepasst. Seien es Vulkananimationen in Museen auf einem Styroporberg oder Projektionen, die die Fassade eines Gebäudes in eine ganz andere Welt versetzen.

Im vierten Semester meines Studiums wählte ich den Projection Mapping-Kurs bei Prof. Börries Müller-Büsching, weil ich das Thema sehr spannend fand und noch so wenig darüber kannte. Als 3d-Drucktutor des Studiengangs war es in diesem Kurs meine Aufgabe die 3D-Modelle meiner Kursteilnehmer*innen zu drucken, auf die später gemappt wird.
Nach der theoretischen Einführungsphase ergab sich bei mir relativ schnell das Konzept, dass ich 7/11 Drone von Dylan Brady als Musikstück visuell als Projection Mapping interpretieren möchte. 7/11 Drone eignete sich meiner Meinung nach sehr gut, da es schön gegliedert ist, in Teilbereiche unterteilt werden kann und einen guten Spannungsaufbau hat.
Ich experimentierte mit verschiedenen 3D-Formen, die größtenteils geometrisch und symmetrisch waren und entschied mich für ein stufiges Auge. Die Unterteilung in Stufen gefiel mir deshalb so gut, da ich die einzelnen Flächen einzeln bespielen konnte.

Bei der Projektionsoberfläche wollte ich eine geometrische Form verwenden und entschied mich für ein Auge. Das Modell ist treppenstufenartig aufgebaut, also von der Lederhaut des Auges aufsteigend bis zur Iriskante und absteigend in Richtung Pupilleninnerem.

Anfangs war mein Anspruch die gesamte Animation in Blender zu animieren. Die ersten Experimente zerlegten die Augenform wie eine optische Täuschung. Nebenbei verwendete ich ein Sound Reactive-Addon in Blender, mit dem ich die Animation auf das Lied reagieren lassen konnte.
Beim zum Projekt gehörenden Darsteller (Praktischer Einführungskurs ins Mapping) lernten wir die Projection Mapping-Software Resolume Arena kennen, wodurch sich mein anfänglicher Ansatz hin zu kleinen kurzen 10 sekündigen in Blender gerenderten Videos änderte, die dann in Arena auf das Auge gemappt und ausgespielt wurden. In Arena fügte ich den Animationen Reaktionen auf den Sound hinzu, wodurch ich mir dies in Blender sparen konnte.
Mit den schließlich 18 gerenderten kurzen Videos ging es nun darum eine passende Inszinierung zu finden. In Resolume Arena kann man die Auswahl der Videos zwar automatisieren, doch ershcien mir diese Funktion in meinem Fall nicht passend. Deswegen legte ich die Videos in der Übersicht der Software so an, dass ich sie über ein Buttonpad selbst auswählen konnte. Dardurch konnte ich mit unzähligen Durchläufen den Ablauf des Mappings austesten und schließlich trainieren, da es perfekt getimed sein musste.
Das Mapping auf die 3D-gedruckte Augenform war schwieriger als ich annahm, da besonders die aufsteigenden Stufen Schatten vom Beamerlicht auf die anderen Stufen warfen und die spitzen Kanten ebenfalls Probleme bereiteten. Ein kleiner Ruckler reichte aus, dass das ganze Mapping wiederholt werden musste.

In Resolume Arena legte ich die bunten Flächen möglichst exakt auf die Stufen des Auges. Auf das Launchpad legte ich in Arena Shortcuts an, sodass ich beim Aufzeichnen des Videos zwischen den Animationen wechseln konnte.

Ein paar Szenen